Alexander Ernst – Diplom-Psychologe

Psychologischer Psychotherapeut – Verhaltenstherapie
Freiburg im Breisgau

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Ich biete im Jahr 2007 an elf Terminen Seminare an.

Ein kleines Experiment?

Eine Übung zur Aufstellung eines ausgeblendeten Themas. Anleitung als PDF

Fallgeschichte

Mein Schreibtisch, der Kleber und ich. Fallgeschichte als PDF

Informationen als PDF

Zum Thema Systemaufstellung habe ich Ihnen ein PDF vorbereitet.

Systemaufstellungen

Methode

Systemaufstellungen sind in erster Linie ein Gruppenverfahren. Nach einer kurzen gemeinsamen Klärung des aktuellen Anliegens werden zunächst die maßgeblichen Systemteile durch den Klienten – zumeist auch eine Person für ihn selbst – ausgewählt, die durch Gruppenmitglieder dargestellt werden. Diese Repräsentanten führt er nacheinander jeweils an einen Platz im Raum.

Der Klient nimmt nun wieder Platz und hat somit die Möglichkeit, »sein System« von Außen wahrzunehmen. Diese Externalisierung ist einer der entscheidenden Wirkmechanismen der Systemaufstellung.

Im nächsten Schritt lassen die aufgestellten Repräsentanten das System zunächst auf sich wirken und äußern sich dann zu ihren Wahrnehmungen. Hieraus ergeben sie die entscheidenden Informationen über das System. Der Köper der Repräsentanten wird zu einem Seismographen, mit Hilfe dessen Empfindungen und Gefühle, sowie Einstellungen und Haltungen bezogen auf das fremde System wahrgenommen werden. Besonders relevant sind hierbei die Unterschiede: wie habe ich mich gefühlt, bevor die Mutter auf ihren Platz geführt wurde? Wie, als ich sie später nicht mehr sehen konnte, weil ihr Bruder dazwischen stand? Was passiert, wenn ich dem Chef in die Augen schaue? Interpretationen und Erklärungen sind dabei eher ungeeignet, maßgeblich sind alleine die Veränderungen in der Wahrnehmung im Prozess.

Der Leiter der Aufstellung fragt dann der Reihe nach die Repräsentanten, wie es ihnen auf ihrem Platz ergeht. Auch wenn es unglaublich klingen mag, nehmen fast alle Repräsentanten Dinge wahr, die sie vorher noch nicht wahrgenommen haben. Diese Veränderungen können z.B. Zu- oder Abneigung, Angst oder Ärger oder auf der körperlichen Ebene Kribbeln, Wärme oder gar Schmerzen sein.

Im Anschluss daran werden die Systemteile im Raum so umgestellt, dass sich eine für alle passende Lösung ergibt. Dabei werden lösende Sätze und Kognitionen, sowie lösende Verhaltensweisen und Gesten eingesetzt.

Als Abschluss nimmt der Klient »seine« Position ein und lässt dieses Lösungsbild auf sich wirken. Nach Ende der Aufstellung »entrollen« sich alle Teilnehmer, d.h. der Aufstellungsleiter muss dafür Sorge tragen, dass niemand weiter in der aufgenommenen Wahrnehmung des Systems verharrt.

Eine Aufstellung dauert üblicherweise zwischen 20 bis 45 Minuten, auch schon mal mehrere Stunden, je nach Anliegen und Auftrag des Klienten sowie Komplexität des Themas.

Systemaufstellungen sind nicht nur in der Gruppe, sondern auch in der Einzeltherapie möglich. Hier wird dann mit Gegenständen, wie Schuhen, Vasen oder Figuren gearbeitet. Der Klient ist dann aufgefordert, selbst Repräsentant seiner Systemanteile zu werden und die Unterschiede seiner Wahrnehmung zu berichten. Der weitere Verlauf ist identisch.

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Alexander Ernst – Diplom-Psychologe – Psychologischer Psychotherapeut
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Produziert von Thomas Borghoff